{"id":27,"date":"2008-07-07T21:49:23","date_gmt":"2008-07-07T19:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rabe-buero.de\/Wordpress\/?p=27"},"modified":"2015-03-11T19:16:47","modified_gmt":"2015-03-11T18:16:47","slug":"die-domestikation-der-hauskatze","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.rabe-buero.de\/Wordpress\/die-domestikation-der-hauskatze\/","title":{"rendered":"Die Domestikation der Hauskatze"},"content":{"rendered":"<p>Die Domestikation der Hauskatze wird auf das 15. Jahrhundert vor Christus in \u00c4gypten datiert. F\u00fcr ihre Z\u00e4hmung gibt es zwei Hypothesen, die sich allerdings nur in der Reihenfolge der Ereignisse unterscheiden. Als Tempeltiere der l\u00f6wen- oder katzenk\u00f6pfigen G\u00f6ttin Bastet (G\u00f6ttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Verf\u00fchrung) sollen zun\u00e4chst L\u00f6wen gehalten worden sein. Es wird vermutet, dass sp\u00e4ter die \u00e4hnlich aussehende, jedoch sehr viel einfacher und ungef\u00e4hrlicher zu haltende Falbkatze (Felis lybica) als Tempeltier an Stelle der L\u00f6wen trat. <!--more-->Die andere Hypothese geht davon aus, dass die Domestikation durch Auswahl besonders zahmer Exemplare von in Siedlungen herumstreunenden Katzen erfolgte, die durch Nagetiere in Getreidespeichern angelockt wurden. Wahrscheinlicher erscheint allerdings die zuerst erfolgte Z\u00e4hmung als Tempeltier, welche die der Katze entgegengebrachte hohe Verehrung besser erkl\u00e4rt. Unklar ist bisher, ob ausschlie\u00dflich die \u00c4gyptische Falbkatze als Vorfahre unserer Hauskatze in Frage kommt, oder ob die ebenfalls in Tempeln gehaltene \u00e4gyptische Rohrkatze (Felis chaus), die als f\u00fcgsamer und leichter z\u00e4hmbar gilt, eingekreuzt wurde. <\/p>\n<p>Sp\u00e4ter gelangten Katzen als kostbare Geschenke, Handelswaren, M\u00e4usef\u00e4nger und Schiffsbegleiter auf alle Kontinente. In Europa kam es zu Kreuzungen mit europ\u00e4ischen Wildkatzen (Felis silvestris). Die hohe Reproduktionsrate, ihre Beliebtheit beim Menschen und die Anpassungsf\u00e4higkeit der Hauskatze f\u00fchrten dazu, dass Katzen inzwischen fast \u00fcberall auf der Welt vorkommen. W\u00e4hrend der l\u00e4ngsten Zeit ihrer Geschichte blieb die domestizierte Hauskatze in der Wahl ihrer Paarungspartner und Aufenthaltsorte sich selbst \u00fcberlassen, wurde aber durch \u00c3\u0153berlassung von Futter und Verstecken gef\u00f6rdert. In der Regel wurde sie keiner gezielten Zucht auf bestimmte Merkmale hin ausgesetzt oder einer Nutzung unterworfen, die mit der anderer Haustiere vergleichbar w\u00e4re. Erst in letzter Zeit werden zahlreiche Katzenrassen gez\u00fcchtet, in vielen L\u00e4ndern ist die Katze inzwischen das beliebteste aller Haus- und Heimtiere. Jedoch unterscheiden sich die Katzenrassen viel weniger voneinander als Rassen anderer Haustierarten. Auch heute noch ist die Katze das Haustier, das sich am besten selbst versorgen kann und am schnellsten verwildert.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich gab es bereits zu Beginn der Domestikation in \u00c4gypten neben den Haus- und Tempelkatzen halbwilde Katzen, die innerhalb oder in der N\u00e4he von Siedlungen lebten und sich von Abf\u00e4llen oder Futterspenden ern\u00e4hrten. Auch in sp\u00e4teren Berichten aus verschiedenen L\u00e4ndern werden immer wieder verwilderte und halbwilde Katzen beschrieben, die in St\u00e4dten herumstreunten. Je nach kultureller Einstellung wurden sie gef\u00fcttert, geduldet, als Sch\u00e4dlinge verfolgt oder zur Fellgewinnung get\u00f6tet. Jedoch ist davon auszugehen, dass in jeder Gegend und zu jeder Zeit verwilderte, selbst\u00e4ndig lebende Katzen parallel zu den zahmen betreuten Hauskatzen existierten, wobei zwischen beiden Gruppen individueller Austausch und Paarungen stattfanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Domestikation der Hauskatze wird auf das 15. Jahrhundert vor Christus in \u00c4gypten datiert. F\u00fcr ihre Z\u00e4hmung gibt es zwei Hypothesen, die sich allerdings nur in der Reihenfolge der Ereignisse unterscheiden. Als Tempeltiere der l\u00f6wen- oder katzenk\u00f6pfigen G\u00f6ttin Bastet (G\u00f6ttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Verf\u00fchrung) sollen zun\u00e4chst L\u00f6wen gehalten worden sein. 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