Das Gänschen

Ein Gänschen war besonders schön
so hübsch und niedlich anzuseh’n.
Sie stand den ganzen Tag am Teich,
ihr Spiegelbild, vom Wasser weich-
gezeichnet, schmachtete sie an,
und dachte sich „Fast wie ein Schwan!“.

Sie bog den Hals zu schönen Ringen,
hob stolz – so wie ein Schwan – die Schwingen,
und schwamm so zu den „andren“ Schwänen,
die grad vor Langeweile gähnen.

Doch kaum erblickten sie die Kleine
da kamen alle auf die Beine
„Hihi, haha, seht sie euch an!
Die Dumme glaubt, sie wär ein Schwan!“

Zutiefst gekränkt schwamm da das Gänschen
verlegen wackelnd mit dem Schwänzchen –
zu einst‘gen Freunden nun zurück
doch dort auch hatte sie kein Glück,
die Gänse lachten ebenfalls
über den stolzen „Schwanenhals“.

Sie wollte etwas bess‘res sein,
jetzt saß sie traurig und allein
und flog des Nachts vom Teiche fort
ihr Glück zu such‘n an anderm Ort.

Nun hört euch die Moral noch an:
Bist du ’ne Gans, bist du kein Schwan
und solltest auch kein Schwan sein wollen,
weil sonst die andern Gänse schmollen!

Doch die Moral von der Geschicht‘
die passt zur heut’gen Zeit wohl nicht,
weil heut man alles werden kann
sind Schwäne nicht mehr besser dran.

(nach einer Fabel von Lessing)

Schmetterlinge

Schmetterlinge werden immer seltener. Wie kommt das?
Viele Schmetterlingsarten sind hoch spezialisiert und – besonders bei den Raupen-Futterpflanzen – auf das Vorkommen einer oder weniger Pflanzenarten angewiesen. Aber auch die weniger spezialisierten Arten, die verschiedene Nahrungspflanzen annehmen und daher weiter verbreitet sind, benötigen naturnahe, strukturreiche Landschaften mit einer hohen Vielfalt an heimischen Pflanzen und keinem oder einem maximal geringen Eintrag an Insektiziden und anderen Schadstoffen.
Wichtigste Gefährdungsursache ist infolgedessen bei fast allen heimischen Schmetterlingsarten der Verlust ihrer Lebensräume Weiterlesen

Morgens in der Frühe

…schreibe ich so etwas:

„Dabei sind auch jüngere Bäume von Bedeutung und sollten unbedingt erhalten werden, sofern sie Spechthöhlen, Stammrisse oder abgeplatzte Rinde aufweisen oder versprechen, sich künftig zu Strukturbäumen zu entwickeln.“

Das würde ich an ihrer Stelle auch behaupten. 😉

Fragen und Antworten zur Frühkastration von Katzen

> Ich meine, es ist mir klar, dass ein potenter Kater so seine Probleme mit einem Frühkastraten haben dürfte… aber mit unkastrierten Jungtieren und spät kastrierten Kastraten doch auch, oder?

Die Probleme hat der Frühkastrat, nicht der potente Kater.

Unkastrierte männliche Jungtiere werden irgendwann vertrieben oder wandern von selbst aus. Das ist biologisch sinnvoll und bei vielen Tierarten so (beim Menschen ursprünglich auch), im Endeffekt verhindert es Inzucht und verbessert die Erschließung neuer Lebensräume, aber das Jungtier wird ja älter. Für einen Frühkastraten bleibt das so.

Spät kastrierte Kater werden nicht angegriffen, die stehen außerhalb der Katerhierarchie. Weiterlesen